Kindergeburtstag mit Piraten und Bauarbeitern

PiratenpartyKindergeburtstag! Mir läuft bei dem Wort schon ein Schauer über den Rücken. Nachdem ich bei der letzten Kindergeburtstagsfeier bestimmt 10 Jahre gealtert bin, hatte ich mir vorgenommen in diesem Jahr alles entspannter anzugehen, also ohne Spielchen und Dauerbespaßung meinerseits. Allerdings wollte ich mit einer Bande 5 bis 7-Jähriger auch keinen Ausflug machen. Somit fielen  Zoo, Kino oder Schwimmbad aus. Kindergeburtstage in Indoorspielplätzen sind im Moment zwar total angesagt, aber bereits der Gedanke daran beschert mir Ohrenschmerzen.

MaterialAlso musste etwas anderes her. Etwas für zu Hause, oder besser jemand, der mich zu Hause unterstützt. Und da kam mir die Kinderbaustelle des Deutschen Familienverbandes wie gerufen. Für drei Stunden kamen also zwei junge Männer zu uns nach Hause und brachten allerhand mit. Natürlich habe ich mit den Herren schon im Vorfeld abgesprochen, was die Kids so herstellen können. Normalerweise bauen sich die Kinder kleine Boote oder Autos aus Holz, sie meistern einen Parkour oder fädeln sich mit Perlen und Draht eigenen Schmuck zusammen. Da wir aber eine Piratenparty feiern wollten, dachte ich an etwas größeres für das Löwenmädchen, etwas viel größeres: ein Piratenschiff. Die Mitarbeiter der Kinderbaustelle waren über den Wunsch erstaunt, allerdings nicht abgeneigt, denn tatächlich hatten sie schon mehrere Piratenschiffe  gebaut. Sie bereiteten also alles Nötige vor und kamen mit zwei Autos voller Holz, Nägeln und Werkzeugen zum Kindergeburtstag angereist.

kids_baustelleDen Eltern hatte ich bereits vor der Feier mitgeteilt, was wir planen, um besonders bei den Mädels nicht die feinste Garderobe zu beschmutzen. Die kleinen Gäste wussten jedoch nicht was auf sie zukommt. Und bevor sie erlöst wurden, hatte ich, wie es sich für eine Piratenparty gehört, eine Schatzsuche vorbereitet. In der Schatzkiste fanden die Kinder neben Süßigkeiten einen Piraten-Anstecker mit ihrem Namen und eine Augenklappe. Die kleinen Freibeuter bestanden also mit der erfüllten Schatzsuche ihre Piratenprüfung und gehörten nun zur Crew. Allerdings, was nützt eine Piratencrew ohne eine anständiges Schiff? Und so wurden alle Kinder aufgefordert mit zubauen. (Fast) alle Kids waren begeistert und werkelten geschlagene zwei Stunden an dem großen Piratenschiff oder bauten sich nebenher kleine Schiffe, Schwerter oder undefinierbare Fluggeräte.

KinderbaustelleNatürlich war die Helikoptermama in mir skeptisch, als ich die Knirpse mit Sägen und Hämmern hantieren sah. Aber die Mitarbeiter der Kinderbaustelle hatten alles souverän im Griff. Ich konnte also entspannt zuschauen und später in Ruhe das Abendessen vorbereiten.

Um 19:30 Uhr war das Schiff fertig und wurde vom Löwenmädchen und dem Nachbarsjungen auf „Moriana“ getauft (alle anderen Kinder waren schon abgeholt).

Piratenboot

Fazit: Es war also ein relativ entspannter Kindergeburtstag für mich, ein aufregendes Erlebnis für die meisten Kids und eine tolle Bereicherung für unseren Gartenspielplatz.

 

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