Der Heide Park Marathon mit einem Vorschulkind

8 Stunden Freizeitspaß mit 14.768 Schritten, das war unser Tag im Heide Park in Soltau, dem zweitgrößten Freizeitpark Deutschlands. Ich war selbst als Kind mit meinen Eltern öfter dort zu Gast und bei meinem ersten Besuch war ich 5 Jahre, genau mein Löwenmädchen heute. Allerdings war ich nicht so waghalsig und verrückt wie das Löwenkind, oder meine Eltern waren es nicht. Ich kann mich nicht mehr erinnern. Ich weiß nur, dass ich in diesem Alter noch keine Achterbahnen gefahren bin.

Wir sind letzten Donnerstag morgens um 8:00 Uhr gestartet um auch genug vom Tag zu haben. Gegen 10:00 Uhr kamen wir in Soltau an und kämpften uns zum Parkplatz, für den wir 6€ zahlen durften. Aber das ist wohl normal. An den Kassen waren nur kurze Schlangen, so dass wir auch schnell in den Park hineinkamen.

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Und hier kommt gleich der 1. Tipp: Unbedingt am Eingang eine Karte mitnehmen! Die Wegweiser vom Heidepark sind kostenlos ausgelegt und wirklich hilfreich. Die 14.768 Schritte kamen ja nicht von ungefähr. Wir haben erst später eine Karte besorgt und deshalb unzählige Kreise gedreht. Zur Orientierung im Park gibt es auch einige „Bimmelbahnen“. Wir sind gleich mit einer kleinen Eisenbahn gefahren und haben dabei unsere ersten Ziele  ausgekundschaftet.

imageNatürlich wollte das Löwenmädchen die neueste Attraktion sehen: Drachenzähmen – Die Insel. Dieser Bereich wurde erst im  Mai 2016 eröffnet und ergänzt sinnvoll das Angebot im Heide Park. Besonders für Kinder im Vorschulalter bzw. Grundschulkinder gibt es hier spannende neue Fahrgeschäfte, wie den Wolkenspringer, den Wasserflieger oder die Drachengrotte. image

Den Himmelstürmer durfte das Löwenmädchen leider nicht ausprobieren, da sie hierfür noch zu klein ist. Der neue Themenbereich Drachenzähmen – Die Insel um Ohnezahn und Co. ist kurzweilig und lädt Kinder ein, gemeinsam mit ihren Zeichentrickhelden in eine eigene Welt einzutauchen. Sehr gut gefallen haben uns  auch die verkleideten und sehr freundlichen Mitarbeiter an den einzelnen Fahrgeschäften.

So schön Drachenzähmen – Die Insel auch ist, dieser Bereich ist nach einer Stunde ausgiebig erkundet und befahren, also sind wir bald weiter gezogen. Die Westernstadt – Wild Wild West stand als nächstes auf dem Programm. Nach einer Runde im Westernriesenrad ging es zum Grottenblitz. Das Löwenmädchen wollte in der letzte Reihe sitzen, weil Mr. U. ihr dort den meisten Spaß versprach. Und den hatte das Löwenkind auch. Sie wollte gleich noch ein Mal fahren, aber es gab ja noch andere Fahrgeschäfte, die wir ausprobieren wollten.  Leider war das Wetter an diesem Tag nicht das Beste: Wolken, leichte Schauer und 18 Grad animierten mich nicht dazu in die Wildwasserbahn einzusteigen.

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Aber nach diesem tollen Ausblick vom Aussichtsturm habe ich mich zum Wildwasserrafting überreden lassen. Und wer wurde patschnass? Natürlich ich… Also hier Tipp Nr. 2: Egal welches sonnige Wetter der Frosch im TV vorhersagt, immer eine Regenjacke mitnehmen!

Spaß gemacht hat es trotzdem, allerdings mussten wir das Löwenmädchen einige Male ermahnen, sitzen zu bleiben. Gurte für kleinere Kinder wären hier gar nicht verkehrt.

Auf die Wildwasserbahn hatte ich also weiterhin keine Lust, weil hier die Spritzgefahr noch größer ist. Unser nächstes Ziel war ein Mittagessen und wir fanden sehr leckere Burger. Für ein Kindermenü inklusive Burger, Pommes und Caprisonne, ein Maximenu mit XXL Burger, Pommes und Getränk und einem Cheeseburger haben wir 18€ gezahlt, das Essen war reichlich und lecker.

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Nachmittags sind wir etwas durch den Heide Park geschlendert und haben uns die großen Achterbahnen angeschaut, die wir mit dem Löwenmädchen natürlich noch nicht fahren durften… Oh und ich war gar nicht so traurig darüber…

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Die Krake hat mir allein beim Ansehen Schauer über den Rücken gejagt. Ein (beinah-) freier Fall in den Schlund eines Krakenmonsters… Da darf gern Mr. U. in 7 Jahren mit dem Löwenmädchen mitfahren.

Beim Schlendern sind uns immer wieder Menschen mit riesigen Kuscheltieren entgegengekommen und bald haben wir verschiedene Spiele entdeckt, bei denen es Minions und riesige Teddybeeren zu gewinnen gab. Das Löwenmädchen hat bei einem Geschicklichkeitsspiel mit Bällen einen kleinen Superman gewonnen, da war sie aber stolz. Tipp Nr. 3: Genügend Kleingeld dabei haben. Oder: Nicht genügend Kleingeld dabei haben! Wir haben einige Kids beobachtet, die ihr gesamtes Taschengeld dort investiert haben. Die Spiele sind eigentlich machbar, aber der eine kann es halt und der andere nicht.

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Nachdem wir im Land der Vergessenen 5 Runden mit dem Kettenkarussell drehten, hat das Löwenmädchen versteckt hinter Bäumen in der Bucht der Piraten die Bounty entdeckt. Ein großes Schaukelschiff, welches bereits bei mir als Kind für Bauchkribbeln sorgte.

imageDas Löwenmädchen war nach der ersten Fahrt schon schwer verliebt und wollte dort gar nicht mehr weg. Aber weder Mr. U. noch ich waren gewillt, mehr als 6 Mal mit ihr zu schaukeln. Außerdem hatten wir zum Tagesende noch die Wildwasserbahn auf dem Plan, bei der leider die längste Wartezeit mit 45 Minuten vorhergesagt wurde. Sehr praktisch sind an mehreren Stellen im Park Tafeln mit den Wartezeiten der einzelnen Attraktionen aufgestellt. Da wir an einem Wochentag außerhalb der Ferien den Heide Park besuchten, mussten wir glücklicherweise nie lange an den einzelnen Fahrgeschäften anstehen. Also Tipp Nr. 4: Wenn möglich, nicht am Wochenende und nicht in den Ferien fahren!

Am Ende des Tages nach 14.768 Schritten und 8 Stunden Fahrspaß waren wir alle glücklich und erschöpft. Der Besuch im Heide Park lohnt sich in jedem Fall auch mit kleineren Kindern und unsere Highlights waren neben der neuen Attraktion „Drachzähmen – Die Insel“ die altbekannten Klassiker wie das Schaukelschiff, die Wildwasserbahn und das Kettenkarussell. Leider habe ich erst im Nachhinein eine tolle Funktion auf der Webseite des Heide Parks entdeckt. Hier können nach Größe und Alter der Kids die Fahrgeschäfte ausgesucht werden. Hätten wir diesen Tipp vorher gekannt, wären uns an der einen oder anderen Stelle die traurigen Blicke des Löwenmädchens erspart geblieben. Also Tipp Nr. 5: Im Voraus die Attraktionen checken.

Und hier noch ein Mal zusammengefasst unsere 5 Tipps:

1. Unbedingt am Eingang eine Karte mitnehmen!
2. Egal welches Wetter herrscht, immer eine Regenjacke einpacken!
3. Genügend Kleingeld dabei haben. Oder: Nicht genügend Kleingeld dabei haben!
4. Wenn möglich nicht am Wochenende und nicht in den Ferien fahren!
5. Im Voraus die Attraktionen checken.

So und nun viel Spaß beim Planen des nächsten Besuchs im Heide Park Soltau!

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